Einst wurde an Sonn- und Feiertagen an die Tafel der Äbtissin geladen und fürstlich gespeist. Dieser gastfreundlichen Tradition fühlen wir uns auch heute verpflichtet. Viele ehemalige Güter der Sonnenburg liefern bis zum heutigen Tag frischeste Produkte an uns, ergänzt durch Spezialitäten wie Rohmilchkäse von der Alm, Bio-Berglamm oder Speck aus der alten Rauchkuchl. Das i-Tüpfelchen für seine alpin-italienischen Kreationen zupft unser Küchenchef täglich frisch im eigenen Kräutergarten.

Die Sonnenburger Speiseordnung von 1709 dient als wichtige Quelle zur Erforschung der Tiroler Küche. Genauestens wurde hier nicht nur festgelegt, welche Speisen im Laufe des Jahres mit seinen Arbeits-, Feier- und Fasttagen auf den Tisch kamen, sondern auch wie diese zu bereiten waren. Natürlich lässt sich unser Chefkoch sehr gerne von diesem Wissen inspirieren und interpretiert die alten Rezepte und Menues auf moderne, leichtere Weise. Denn obschon viele Gäste der Sonnenburg anstrengende Wanderungen in die herrliche Bergwelt Südtriols unternehmen, dürfte der Kalorienverbrauch doch bei weitem nicht an den eines Klosterknechts des Jahres 1709 heranreichen.

Auch das Urbarbuch aus dem Jahre 1296 leistet wertvolle Hilfe bei der Suche nach den „richtigen“ Rohstofflieferanten. Fast 500 ehemalige Güter der Sonnenburg – vom hinteren Antholzer Tal bis zum Südtrioler Unterland – sind darin verzeichnet. So können wir unseren Gästen Wein, Käse, Getreide und Speck anbieten, welche von Bauernhöfen produziert werden, die auch zur Klosterzeit schon den Speisezettel der Sonnenburg bereichert haben.